
Eine wichtige Rolle bei der Brustvergrößerung spielen die Implantate: Seit 2001 dürfen in der EU nur Implantate (Silikon oder Kochsalz) mit europäischem Qualitäts-Gütesiegel zur Brust-Vergrößerung verwendet werden. Diese sind an dem CE-Zeichen (Conformiteé Européene) plus vierstelligen Zahlencode zu erkennen. Weiter bekommt die Patientin einen persönlichen Implantatpass, in dem die Daten des Implantates detailliert aufgelistet sind.
Die heute verwendeten Silikonimplantate haben mehrwandige Hüllen und enthalten kohäsives Silikon-Gel. Von der Konsistenz her sind sie mit Weingummi vergleichbar und so besteht - selbst wenn sie kaputt gehen sollten (beispielsweise durch einen Unfall) - keine Gefahr, dass das Silikon- Gel in das Körpergewebe einfließt. Weiter halten die modernen Brust- Implantate laut Angaben einiger Hersteller „ein Leben lang“.
Es gibt sie tropfenförmig (anatomisch), oval, rund und in verschiedenen Größen. Übrigens: Silikon wird nicht nur zur Brust-Vergrößerung verwendet, sondern ist auch in Kosmetika wie Haarspray oder Lippenstiften sowie in Nahrungsmitteln enthalten.
Neben den Silikon-Gel-Kissen kommen auch mit Kochsalz gefüllte Implantate bei der Brustvergrößerung zum Einsatz. Sie fühlen sich jedoch weniger natürlich an, können Falten werfen und bei manchen Bewegungen gluckernde Geräusche von sich geben – beispielsweise, wenn sie unzureichend befüllt sind oder der Inhalt aus anderen Gründen nicht mehr zur Hüllengröße passt. Sollte ein Kochsalz-Kissen unfall- oder verletzungsbedingt kaputt gehen, wird das Kochsalz vom Körper aufgenommen. Dies stellt für den Körper keine Gefahr dar, denn schließlich ist Kochsalz eine physiologische, d.h. eine der natürlichen Körperflüssigkeit entsprechende, Lösung. Nicht mehr zugelassen bei der Brustvergrößerung sind Brust-Implantate aus Sojaöl und Hydro-Gel sowie titanbeschichtete Implantate.
Grundsätzlich können bei einer Brustvergrößerung die Implantate über verschiedene Schnittvarianten in den Körper eingeführt werden.
Bei der am häufigsten verwendeten OP-Technik wird der Schnitt in die Brustumschlagsfalte (inframammär) gesetzt. Dazu wird ein etwa vier Zentimeter langer Schnitt in der Hautfalte unter der Brust durchgeführt, eine Tasche modelliert und das Implantat dann dort eingesetzt. Bei einem guten Narbenverhalten verschwindet die Narbe in der Brustfalte und bleibt somit unauffällig. In der Regel bleiben Gefühlsechtheit und Stillfähigkeit erhalten.
Erfolgt der Schnitt im Bereich des Brustwarzenhofs, wird zwischen infraareolär und transareolär unterschieden. Bei der infraareolären Technik macht Dr. Rainer John einen halbrunden Schnitt am unteren Teil des Brustwarzenhofs, der transareoläre Schnitt verläuft quer über den Warzenhof. Bei Schnittführungen im nahen Umfeld der Brustwarze besteht grundsätzlich die Gefahr, Drüsengewebe und Milchgänge zu verletzen. Die Methode eignet sich nur für Frauen mit großen Warzenhöfen. Das Risiko des Sensibilitätsverlustes oder Stillverlustes ist bei dieser Methode erhöht. Es gibt Studien, die ein erhöhtes Risiko einer Kapselfibrose ausweisen.
Der Zugang über einen drei bis fünf cm langen Schnitt in der Achselhöhle (transaxillär) ist nur für kleine Rundimplantate geeignet. Dr. Rainer John lehnt jedoch diese Technik ab. Durch die Narbenbildung in der Achselhöhle kann eine spätere notwendige Vorsorgeuntersuchung (Brustkrebs) oder Diagnostik mittels Ultraschall erschwert werden.
Bei allen Techniken der Brustvergrößerung kann das Brust-Implantat in einer Gewebetasche vor oder unter dem Brustmuskel platziert werden. In einem persönlichen Beratungsgespräch mit Dr. Rainer John, Berlin wird zusammen mit dem Patienten zusammen entschieden, welche Technik bei der Brust- Vergrößerung zur Anwendung kommt.
Um sich gegen das Implantat als „Fremdkörper“ abzuschirmen, bildet jeder Körper eine Hülle (Kapsel) aus Bindegewebe, die das Brust-Implantat umschließt. In wenigen Fällen schrumpft und verdickt sich diese Kapsel. In diesem Fall spricht man von einer Kapselfibrose (Gewebeverhärtung).
Die neuen Silikonimplantate haben eine spezielle Oberfläche, die diese Kapselfibrose-Rate vermindert.
Wie bei allen größeren Operationen werden auch bei einer Brustvergrößerung Drainageschläuche (zum Abfluss von Blut und Sekret) gelegt, die aber spätestens nach einem Tag wieder entfernt werden können. Nach der Operation wird ein Sport-BH angelegt, der für fünf Wochen zu tragen ist.
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Zusammenfassung: |
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OP-Dauer: |
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1 Stunde |
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Narkose: |
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Vollnarkose |
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Klinikaufenthalt: |
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Ambulant oder 1 Tag Klinikaufenthalt |
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Gesellschaftsfähig: |
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nach 3 Tagen |
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Preis: |
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EC Kartenzahlung möglich |
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